Der Weite nachspüren

Vielleicht erinnern Sie sich an Ihre letzte Bergwanderung, an eine Aussichtswarte, an eine Klippe am Meer. Schließen Sie mal die Augen und spüren Sie der Wiese nach. Der Weite Ihres Blicks, der Weite des Denkens, der Weite Ihrer Gefühle. Es steckt so ungeheures Potenzial in Ihnen. Ein „Land“ der fast unbegrenzten Möglichkeiten. Sie dürfen immer wieder dorthin gehen, um sich zu stärken, aufzutanken, Mut zu holen.

Wenn die Affen der Angst und des Zweifels an Ihnen zupfen, verscheuchen Sie sie. Jetzt geht es einmal um die Weite, um die Größe, um die Möglichkeiten. Alles andere darf danach kommen …

Auszug aus dem Buch „Schick die Affen spielen“ – Wie Potenziale realisiert werden von Christoph Schlick, Kösel 2018

Ein wirklich freier Tag

Eines meiner großen Vorbilder, Deepak Chopra, sagt: »Versuchen Sie einen Tag nichts und niemanden zu bewerten.« Versuchen Sie anzunehmen, was auch kommen oder passieren mag. Wachsam sein, ohne zu (ver-)urteilen. Nicht die Augen zu schließen vor dem, was offenbart wird. Seien Sie versichert, es wird ein spannender Tag.

Auszug aus dem Buch „Schick die Affen spielen“ – Wie Potenziale realisiert werden von Christoph Schlick, Kösel 2018

Wieder staunen lernen

Gehen Sie mal in einer sternenklaren Nacht hinaus und schauen Sie in die Weite des Alls. Vielleicht braucht es ein wenig Zeit, aber wenn Sie ein bisschen aushalten, wird sich Staunen einstellen. Ein Staunen über die Größe des Alls und über die Kleinheit von uns Menschen.

Und doch: Wir sind so groß, dass ich das alles erkennen kann. Sie können über mich lächeln und denken: »Was für ein sentimentaler Mann«, doch mich begleitet da immer wieder der Satz von Luther nach Psalm 8: O Mensch bedenk dein’ Wurde groß!

Auszug aus dem Buch „Schick die Affen spielen“ – Wie Potenziale realisiert werden von Christoph Schlick, Kösel 2018

Auftanken am eigenen Kraftplatz

Gehen Sie zu Ihrem inneren Ort des Mutes. Stellen Sie sich auf diesen Kraftplatz und spüren Sie mal, wie Angst und Zweifel abfallen können und wie die Energie des Mutes aus dem Boden oder vom Himmel auf Sie einströmt.

Sie können dies auch an Ihrem Schreibtisch oder auf dem Sofa zu Hause versuchen: Sich auftanken an der Quelle des Mutes in Ihnen. Es wird nicht plötzlich gehen, nicht im Feuer oder Sturm, sondern ganz zart. Wenn Sie es immer wieder versuchen, wird der Mut langsam sichtbar werden. Vielleicht schreiben Sie sich auch auf, was es für Sie bedeuten könnte, mutig zu sein. Und vielleicht mal anders als bisher aufzutreten oder gar mal ein wenig keck oder vorlaut zu werden. Irgendwann wird der Mut sagen: Trau dich! Versuch’s!

Auszug aus dem Buch „Schick die Affen spielen“ – Wie Potenziale realisiert werden von Christoph Schlick, Kösel 2018

Meine Affenperspektive

Sie könnten mal, wenn die lästigen Affen draußen sind und spielen, sich Ihren Lieblingsaffen einladen und sich gemeinsam Ihr Thema aus seiner Perspektive ansehen. Machen Sie die Augen zu und schauen Sie durch seine Augen. Vielleicht setzen Sie sich dazu sogar auf einen anderen Stuhl – oder wie ein Affe auf etwas ganz Ungewohntes. Was sieht er anders? Was interessiert ihn gar nicht? Was macht ihn neugierig? Vielleicht zeigt er Ihnen eine neue Facette, an die Sie noch gar nicht gedacht haben oder die Sie leider vergessen hatten …

Auszug aus dem Buch „Schick die Affen spielen“ – Wie Potenziale realisiert werden von Christoph Schlick, Kösel 2018

Planen Sie Momente für sich ein

Wir vergessen so leicht uns selbst. Alles steht in unseren Kalendern. Viel Wichtiges, aber auch so viel Unnötiges. Misten Sie aus! Und nehmen Sie sich ganz bewusst Zeit für sich. Eine Studie sagt, dass eine Minute Pause pro Arbeitsstunde eine ganz tolle Burn-out-Prophylaxe wäre. Ja, dem stimme ich zu. Aber was dann tun? Das müssen wir immer wieder üben!

Mein Rezept ist der Blick in die Natur oder auf eine Pflanze. Und wenn es das in meiner Umgebung gerade nicht gibt, dann schließe ich die Augen und hole mir meine Lieblingsblumen vor mein inneres Auge. Natur lebt einen ganz eige- nen und ruhigen Rhythmus. Den können wir kaum stören. Aber wenn wir uns ihm anpassen, gibt er uns umgehend Ruhe und Kraft.

Wie oben erwähnt sagt doch eine tibetische Weisheit: Eine wachsende Blume oder gar ein wachsender Wald macht keinen Lärm und hat doch so viel Energie.

Auszug aus dem Buch „Schick die Affen spielen“ – Wie Potenziale realisiert werden von Christoph Schlick, Kösel 2018

Schalten Sie Ihre innere Ampel auf Grün!

Jetzt darf es losgehen. Alles, was bisher ein rotes Stopp hatte oder bei dem die gelben Achtung-Lichter blinkten, darf mal zur Seite. Schauen Sie nicht mehr nur durch den Rückspiegel auf Ihr Leben, sondern wirklich konsequent nach vorn. So viel wartet auf Sie!

Aber bitte langsam. Es ist kein Start zu einem Hochgeschwindigkeitsrennen. Nur vorsichtig und aufmerksam erkennen Sie die vielen schönen kleinen Facetten. Die Blümchen am Wegrand, die Wolken am Himmel, die Menschen, die winken, und auch die Gelegenheiten, die schon lange auf Sie warten. Wie sieht denn die erste Wegstrecke aus? Freuen Sie sich schon?

Auszug aus dem Buch „Schick die Affen spielen“ – Wie Potenziale realisiert werden von Christoph Schlick, Kösel 2018

Meine innere Welt

Schließen Sie Ihre äußeren Augen und öffnen Sie die inneren. Erinnern Sie sich an einen schönen, unbeschwerten, glücklichen Moment »zurück«. Gehen Sie ganz dorthin, als ob Sie noch ganz dort wären. Ihr Erinnern und Ihr Erleben hat ihn gut abgespeichert. Sie können ihn abrufen.
Ein Sonnenaufgang, ein Gespräch, ein Musikstück … Durchleben Sie diesen Moment wieder voll und ganz. Mit allen Facetten, Gerüchen, Gefühlen, einfach mit allem, was dazugehört hat, damit dieser Moment ein unvergesslicher wurde und sich genau DIESE Gefühle der Wärme und der Strahlkraft in Ihnen entfaltet hatten.
Ihr Geist will das Leben mit Ihnen erleben. Die schönen Momente – und wenn es nicht zu verhindern ist, auch die schwierigen. Nutzen Sie die Kraft der Erinnerung! Sie merken, was ich sagen will? Nicht nur draußen, auch in Ihrem »Innern« ist das Leben!

Carl Gustav Jung schreibt: »Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht!«

Auszug aus dem Buch „Schick die Affen spielen“ – Wie Potenziale realisiert werden von Christoph Schlick, Kösel 2018

 

Ich bin

Verbinden Sie sich mit dem immer gesunden Kern in Ihnen, mit Ihrem ICH. Spüren Sie hin, es wird etwas dauern, aber mit der Zeit werden Sie erahnen können, was da in Ihnen lebt. Nehmen Sie an, was da kommt. Lassen Sie sich ganz durchdringen. Jede Zelle, jeden Gedanken, jedes Gefühl. Alles darf die lebendige Kraft in Ihnen, Ihre Geistige Person, immer deutlicher kennenlernen und spüren!

Auszug aus dem Buch „Schick die Affen spielen“ – Wie Potenziale realisiert werden von Christoph Schlick, Kösel 2018

 

Haben Sie schon genug?

Wir kennen alle das Gefühl „Es reicht!“. Es reicht an schlechtem Wetter, an zu viel Unsinn im Fasching oder auch an der Ungerechtigkeit und am Leid in der Welt.

Manchmal werden wir berührt und aufgeschreckt, wenn jemand aus einem Impuls des „Es reicht!“, seinem Leben eine Wendung gibt. Vielleicht den Job kündigt, eine Partnerschaft beendet oder, ganz extrem, die empfundene Schwere des Daseins nicht mehr erträgt und aus diesem gehen möchte.

Aber wir könnten das „Es reicht!“ auch anders verstehen: Dankbar und erfüllt!
Wir werden aus dem Umfeld immer wieder geradezu gedrillt, nie genug zu bekommen. Aber es ist auch möglich, satt und zufrieden, beschenkt und erfreut die Situationen unseres Lebens zu betrachten. Und dann zu sagen: es ist gut, wie es ist. Danke! Für heute ist es genug! Ich wurde reich beschenkt!
Angesichts all der Nöte, der Schmerzen und der Ungerechtigkeiten ist dies zugegebenerweise nicht so leicht. Aber wir haben immer wieder die Wahl: Denken wir im Entweder-Oder-Modus oder sehen wir ein Sowohl-Als-Auch.

Ich bin überzeugt, wir können einerseits die Not sehen und gleichzeitig auch dankbar sein. Wir können uns einerseits freuen und trotzdem auch den Schmerz nicht verdrängen.

Ich erlebe es fast täglich: Wir können, in aller Sorge und Angst, immer wieder ein trotzdem JA finden und dankbar sagen: Ja, es gibt ein Genug. Genug, um mich auch auf den nächsten Tag zu freuen und die Hoffnung nie aufzugeben.

Ein „Es reicht“!“ nicht aus Trotz und Verzweiflung gesagt, sondern aus Zuversicht und Vorfreude, verändert die Perspektive!

Viel Freude beim Finden neuer Perspektiven!
Ihr
Christoph Schlick